Wieso etwas Konfetti im Leben keinem schadet.

„Och nö, nicht noch ein Blog!“ „Was hat sie denn nun vor?“ „Muss das sein?“

So oder ähnlich werden sicher einige Reaktionen auf meinen ersten eigenen Blog ausfallen. Aber darf ich euch was sagen? Die Reaktionen sind mir heute – mit 32 Jahren – egal.

Ich habe schon immer gerne gelesen, geschrieben und gesprochen. Wer mich kennt, wird zumindest das Letztere bestätigen 🙂 Worte haben mich seit jeher gefesselt. Als Kind hing ich bei den abendlichen Gute-Nacht-Geschichten gebannt an den Lippen meiner Mutter. Sobald ich selber schreiben konnte, fing ich mit dem Führen von Tagebüchern an. Stürzte mich mit Freude in jede Deutscharbeit und platze als Kind vor Stolz, wenn Teile meiner Aufsätze als Auszeichnung vor der Klasse vorgetragen wurden. Beim Theaterspielen gab ich den geschriebenen Worten dann Stimme und Seele und entdeckte bald auch den Poetry Slam für mich. Mehrfach – das erste Mal vor gut 10 Jahren – spielte ich mit dem Gedanken, einen eigenen Blog mit Leben zu füllen und verwarf ihn dann immer wieder aus Neue.

Aber wieso eigentlich? Wenn ich ehrlich zu mir bin, dann lautet die Antwort: ich hatte schlichtweg keine Lust auf negative Reaktionen und keine Nerven, mich ständig zu erklären. Als Konsequenz verzichtete ich auf etwas, was mir sehr am Herzen lag: das Schreiben. Schreiben war für mich neben einer Leidenschaft schon immer ein Weg, mich ganz bewusst und detailliert mit Themen, die mich beschäftigen, auseinander zu setzen.

Denn darum geht es mir: das bewusste Auseinandersetzen mit Themen, die mich bewegen. Wenn ich mit meinen Worten am Ende des Tages sogar den ein oder anderen Menschen erreiche, habe ich mein persönliches Ziel weit mehr als nur übertroffen. Negative Kommentare, lange Nasen hinter dem Rücken oder Gemeinheiten gehören heute leider dazu – die Frage ist nur, wie wir mit ihnen umgehen. Solange ich mit mir im Reinen bin und morgens ohne Scham oder Groll in den Spiegel schaue, habe ich alles richtig gemacht.

Einer der Gründe, wieso ich keinen einzigen Tag jünger sein möchte, als ich es heute bin. Denn jede der Erfahrungen der letzten 32 Jahre haben dazu geführt, dass ich heute der Mensch bin, der diese Zeilen schreibt und mit dem bin ich – trotz aller Ecken und Kanten oder gerade deswegen – sehr zufrieden.

Und dafür steht „Konfetti-Leben“: für ein buntes Leben, in dem oft einiges durcheinander fliegt, in dem nichts dem anderen gleicht und wo genau diese Unterschiede das pure Glück ausmachen.

One thought on “Wieso etwas Konfetti im Leben keinem schadet.

  1. Liebe Maylin,
    ich finde es toll, dass du dich dafür entschieden hast, deinen Traum vom Blog zu verwirklichen. Aus Dänemark bekommst du also Rücken- und keinen Gegenwind ;o) Ich bin schon sehr gespannt, wie es dir und deiner kleinen Familie in den nächsten Monaten so ergeht und freue mich sehr darauf davon zu lesen. Wird bestimmt toll!
    Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!
    Liebe Grüße,
    Kathrin

    1. Liebe Kathrin, vielen Dank für deine lieben und herzlichen Worte. Ich freue mich auf den Austausch mit dir und anderen tollen Frauen. Umarmung vom Bodensee <3 Maylin

  2. Hallo maylin,
    Ich freue mich sehr für dich das du deiner Begeisterung folgst und diesen blog startest 😉
    Du hast es schön beschrieben worauf es wirklich ankommt und ich freue mich mehr zu lesen!
    Viel Rückenwind aus Indien 🙂
    Schöne Grüße
    Sebastian

    1. Hallo Sebastian, danke für deine herzliche Nachricht. Mir geht es bei dir nicht anders: freue mich sehr über den Schritt, den du nun gegangen bist und darauf, mehr zu lesen. Herzliche Grüsse, Maylin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.