Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in unserem Leben.

Die Umwelt und alle damit verwandten Themen lagen mir schon immer am Herzen. Wie hätte es auch anders sein sollen: meine Mutter gehörte schon in meinen Kindheit zu den Menschen, die nur mit dem guten alten Juttebeutel einkaufen gingen, Joghurt sowie Käse selber herstellten und ihr Waschmittel mit einem Bio-Baukastensystem zusammenstellten. Vielleicht kennt ihr die Wissenschaftssendung „Hobbythek“ mit Jean Pütz noch, welche bis 2004 ausgestrahlt wurde. Meine Mutter – so schien es mir – war eindeutig einer seiner grössten Fans 🙂

So ging ich die ersten drei Jahrzehnte meines Lebens zwar mit einem guten Umweltbewusstsein durch die Welt – verfolgte das Thema für mich allerdings nicht weiter. Teils aus Bequemlichkeit und teils aus Unwissenheit. Dann folgten kurz hintereinander vier Ereignisse, die mich umdenken liessen.

1. Auf einer Sportreise nach Marbella teilte ich mir ein Zimmer mit einer zunächst fremden jungen Frau: Franzi. Franzi – ein herzensguter lustiger Mensch sowie Anhänger der Zero-Waste-Bewegung – wurde schnell zu einer Freundin, die mir Zero-Waste näher brachte.

2. Ich begann in Liechtenstein zu arbeiten und wurde – von Urlauben oder Dienstreisen mal abgesehen – das erste Mal mit einem mir sehr fremden Mülltrennungssystem sowie einer völlig anderen Denke in dem Zusammenhang konfrontiert.

3. Zur gleichen Zeit zog ich nach Österreich. An meinem neuen Wohnort gibt es keine Mülltonnen, wie ich sie aus Deutschland kenne. Je Müllart (Rest-, Bio- oder Plastikmüll) gibt es eine Sorte Tüten, welche man sich im Supermarkt kaufen muss. Diese Tüten werden dann im 1- oder 2-Wochen-Turnus an die Strasse gestellt und abgeholt. Das Prinzip „Deckel auf, Müll rein, Deckel zu“ ohne zu wissen, wie viel Müll man nun eigentlich bereits angesammelt hatte, funktionierte nun nicht mehr und die Müllmenge, die regelmässig an die Strasse gestellt wurde, schockierte mich ernsthaft.

4. Ich wurde schwanger! Wieso das was an meiner Einstellung änderte? Ich kann es nicht genau sagen. Vielleicht sind schlussendlich auch die Hormone – die kleinen Biester die es einem eh schon schwermachen in der Zeit 🙂 – Schuld gewesen.

Mit jedem der Ereignisse begann ich mich also intensiver mit Einflussfaktoren auf die Umwelt, Nachhaltigkeit und angrenzenden Themen zu beschäftigen und fand sogar mehr und mehr Spass daran. An der Stelle geht ein grossen DANKE an meinen Freund, der meine Projekte nie belächelt hat oder belächelt, sondern fast alles (bei Haarseife hört es bei ihm momentan noch auf 🙂 ) tatkräftig unterstützt.

Und so fand in vielen Bereichen ein leichteres und nachhaltigeres Leben bei uns Einzug: Wasch- und Reinigungsmittel, der wöchentliche Einkauf, Kosmetik und Körperpflege sowie das spätere Wickeln unserer Tochter sind einige der Themen, die ich in den nächsten Wochen gerne mit euch teilen und näher beleuchten möchte. Vieles ist ohne Aufwand und Extraarbeit umzusetzen und spart am Ende des Tages sogar Geld.

Wie steht ihr zum Thema Nachhaltigkeit? Gab es bei euch ebenfalls irgendwann ein Umdenken und wenn ja, durch welche Trigger verursacht? Ich freue mich auf euer Feedback.